Lang lebe die Kaiserin! Oder doch nicht?

Wir haben Hof gehalten und zahlreich strömten die adeligen Gäste in die VHS Kaarst Korschenbroich und die VHS Neuss. Alle wollten zur Krönung von Sissi und Franzl zu König und Königin von Ungarn. Dabei hat der wirklich gar nichts im Griff: Weder die liebe Familie noch die rebellischen Ungarn. Zu allem Unglück gab es dann auch noch Tote: Der schmucke Graf Gyula Andrássy lag erstochen im Zimmer von Erzherzogin Sophie! Schnell formierten sich die üblichen Fronten: Hier die stolzen Ungarn, dort die hochnäsigen Habsburger. Wilde Anschuldigungen auf allen Seiten, eifersüchtige Frauen und natürlich stand auch die Frage im Raum, ob man denn wirklich bereit sei für eine friedliche Wiedervereinigung der beiden Nationen. Alle diplomatischen Versuche seitens des besonnen Ferenc Deáks die hitzigen Gemüter zu beruhigen scheiterten kläglich. Was nicht zu Letzt auch an der stürmischen Sissi lag. Unser Mörder duckte sich so geschickt unter allen Anschuldigungen weg, dass er oder sie fast davon gekommen wäre. Wenn nicht am Schluss zwei gewitzte Mitspieler doch noch die richtigen Schlüsse gezogen hätten. 

 

Getafelt wurde wie es sich bei Hof geziehmt:

Schloss Gödöllö – das klingt doch wie erfunden, meinten einige unserer Gäste. Aber weit gefehlt: Das Schloss in Ungarn gibt es wirklich. Zwei aus unserer Truppe waren sogar schon einmal vor Ort gewesen und hatten eine Führung durch die Räumlichkeiten des Schlosses genossen. Am erstaunlichsten schien dabei die Geschichte, dass damals einer der teuersten Posten auf der Ausgabeliste nicht Lebensmittel oder Schmuck sondern Kerzen waren. Aber versucht mal so ein Schloss komplett zu erleuchten! Wir hatten es da etwas einfacher und haben kaiserliches Ambiente mit einer selbstgemachten Krone herbeigezaubert. Alles glänzte in den Nationalfarben Rot-Weiss und auch die Ungarn wurden mit Paprika-Sträußchen standesgemäß vertreten.

Ja, auch der Hochadel stand am Herd!

Da denkt man immer, dass eine Kaiserin nichts mit Kochen am Hut hat. Aber weit gefehlt, sofort zückten die Hochwohlgeborenen Damen und Herren ihre mitgebrachten Schürzen und los ging es mit der Zubereitung der Gerichte. Richtig heiß war man und das Ausbackfett auf die echten Wiener Backhendl! Ein kleines Kochwunder, denn nur mit Knochen im Schenkel ist es ein echtes Wiener Backhendl, wie Sabine betonte. Die Herausforderung ist es, die Hähnchen innen auf den Punkt gar zu kriegen und die Panade außen drum nicht zu verbrennen. Dieses Kunststück schafft man mit einer Kombination aus frittieren und dann im Ofen fertig backen. Für die Zubereitung des Nachtischs ließ sich so schnell keiner begeistern. Ob das wohl an dem wenig verlockenden Namen „Wespennester“ lag? Aber nach dem geklärt wurde, dass es sich nur um harmlose Makronen mit Mandeln handelte wurde schnell ein Team gefunden.

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